Übersicht der Meldungen
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- Springe zu: Kreis Segeberg setzt auf E-Busse
- Springe zu: Drei Elektrobusse gehen in Eutin in den Linienbetrieb
Ersatzbusse X85 Lübeck–Puttgarden überzeugen: Fahrgastnachfrage steigt
Gute Zahlen für den Ersatzverkehr X85 zwischen Lübeck und Puttgarden: Die Nachfrage in Oldenburg i.H. hat sich seit 2019 fast verdoppelt, die Angebotsverdichtung zahlt sich aus.
Mit den eingesetzten Doppelstockbussen sind heute deutlich mehr Fahrgäste unterwegs als zuvor in den Zügen. Das Land Schleswig-Holstein und der Nahverkehrsverbund für Schleswig-Holstein (NAH.SH) haben damit ihr Ziel übertroffen, die Fahrgastzahlen mit einem hochwertigen Ersatzangebot stabil zu halten. Die Angebotsverdichtung, der Einsatz von Doppelstockbussen und eine optimale Routenführung zahlen sich aus. Betrieben wird die Linie von Autokraft im Auftrag von DB Regio Schleswig-Holstein.
Seit dem 31. August 2022 können aufgrund der Bauarbeiten für die Fehmarnbelt-Hinterlandanbindung keine Züge mehr zwischen Lübeck und Puttgarden fahren. Als Ersatz sind seitdem hochwertige Doppelstockbusse unterwegs. Sie ersetzen als Linie X85 den Schienenverkehr nördlich von Neustadt und bleiben voraussichtlich bis zur Inbetriebnahme der FBQ-Schienenanbindung im Einsatz.
Besonders in Oldenburg in Holstein stechen die Nachfragezahlen hervor: Dort haben sich die Ein- und Aussteigerzahlen im Vergleich zu 2019 nahezu verdoppelt. Ein wesentlicher Grund ist die attraktive Reisezeit. Zwischen Lübeck und Oldenburg i.H. benötigen die Busse nur fünf Minuten mehr als früher der Zug (66 statt 61 Minuten).
Der Kreis Ostholstein hat die Einführung des X85 genutzt, um das regionale Busangebot gezielt auf den Ersatzverkehr abzustimmen, besser zu vertakten und auszubauen. Für Fahrgäste besonders wichtig ist die gute Anbindung nach Heiligenhafen: In Oldenburg besteht ein schneller Anschluss vom X85 an die Linie 580, die über die Autobahn nach Heiligenhafen fährt. Dadurch werden unter anderem die AMEOS Klinik sowie der Ferienpark direkt angebunden.
Angebotsausweitung zahlt sich aus
Die Linie X85 fährt montags bis sonntags im Stundentakt zwischen Lübeck Hauptbahnhof und Putt-garden – und damit häufiger als die frühere Regionalbahn 85, die zwischen Neustadt und Puttgarden alle zwei Stunden verkehrte. Auch die Einführung des Deutschlandtickets hat sich positiv auf die Nachfrage im Nahverkehr ausgewirkt.
Zuvor waren auf der Strecke Züge des Typs LINT 41 mit 126 Sitzplätzen unterwegs. Die heutigen Doppelstockreisebusse des Typs Neoplan Skyliner verfügen über 75 Sitzplätze und zusätzliche Fahrradheckträger. Um die geringere Kapazität auszugleichen, fährt der X85 doppelt so häufig.
Trotz des Busbetriebs hat sich die Fahrzeit nur geringfügig verlängert. Möglich wird das durch die konsequente Führung über die Autobahn sowie Haltestellen in verkehrsgünstiger Lage. Auf der Ge-samtstrecke Lübeck – Puttgarden beträgt die Fahrzeit heute 1 Stunde und 54 Minuten – nur rund 15 Minuten mehr als früher mit dem Zug (1 Stunde und 37 Minuten).
Für den Betrieb des X85 hat das Land Schleswig-Holstein drei neue Bushaltestellen errichtet: in Haffkrug Bahnhof mit Wendeschleife für den Bus-Bahn-Anschluss an die Bäderbahn, in Lensahn Dieselstraße mit Wendeschleife sowie in Großenbrode Rathaus. Für den Einsatz der Doppelstockbusse waren zentral gelegene, barrierefreie Haltestellen mit Wendemöglichkeiten in Nähe von Autobahn oder Landstraße entscheidend.
Der Schienenersatzverkehr auf der X85 ist eine Besonderheit, weil er lange im Voraus planbar war und für einen Zeitraum von mehreren Jahren läuft.
Mehr Hintergründe zu den Ersatzbussen:
Betreiberin des X85 ist Autokraft im Auftrag von DB Regio SH. Die doppelstöckigen Reisebusse bieten einen hohen Fahrkomfort für längere Reisezeiten. Die Fahrzeuge sind im NAH.SH-Design gestaltet und spiegeln damit das Innendesign der Schienenfahrzeuge wider. Panoramafenster im Dach und akzentuierte Innenraumbeleuchtung erzeugen eine angenehme Reiseatmosphäre. Die Busse haben 75 Sitzplätze und dabei vier Vis-à-Vis-Bereiche mit Gruppentischen. Sie sind barrierefrei, mit einem Niederflureinstieg über eine Klapprampe. Der große Mehrzweckbereich im Untergeschoss bietet Platz für bis zu zwei Rollstühle oder mehrere Kinderwagen und Fahrräder. Es gibt Gepäckregale im Fahrgastraum und zusätzliche Gepäckfächer im Heck, die von außen zugänglich sind. Der Bus verfügt über eine Toilette. Die Fahrgäste können kostenfreies WLAN, USB- und 220-Volt-Steckdosen nutzen. Innenanzeigen informieren über den Fahrtverlauf und die nächsten Haltestellen. Über alle elektronischen Fahrplanmedien sind die Fahrtzeiten in Echtzeit abrufbar. Die Fahrzeuge besitzen eine Vielzahl von Assistenzsystemen für die Fahrer*innen, wie abstandsgeregelte Tempomate, Spurüberwachungs- und Notbremssysteme, ein Spiegelersatzsystem für eine bessere Außenübersicht und einen aktiv warnenden Abbiegeassistenten mit Fußgängererkennung.
Neuer KIELIUS Airport-Bus getauft
Die DB Regio Bus Nord macht ihr Angebot komfortabler: Ab Februar fahren nach und nach sechs neue Reisebusse in der Flotte des Flughafenshuttles KIELIUS täglich von Kiel über Neumünster zum Hamburger Airport. Sie ersetzen jeweils ein älteres Modell der Flotte.
Am Dienstag, 20. Januar 2026 wurde einer der neuen Busse auf den Namen „Stolle“, Vereinsmaskottchen von Holstein Kiel, getauft. Taufpaten waren Daniel Marx, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Bus Nord und Geschäftsführer der Autokraft GmbH, sowie vom Verein Holstein Kiel der Fußballprofi Alexander Bernhardsson und Daniel Rach, Leiter Vermarktung.
Daniel Marx, Vorsitzender Regionalleitung DB Regio Bus Nord: „Mit dem Einsatz des neuen Busses setzen wir die Modernisierung unserer Fahrzeugflotte fort. Der Flughafenbus gehört bereits seit 1979 zum Angebot von Autokraft. Uns ist es wichtig, unseren Fahrgästen schon bei der Anreise einen guten Start in den Urlaub zu ermöglichen – dazu gehört ein komfortabler Bus mit moderner Ausstattung.“
Daniel Rach, Leiter Vermarktung Holstein Kiel: „Wir freuen uns sehr, dass Autokraft als Partner von Holstein Kiel einen Bus nach unserem Maskottchen „Stolle“ benennt und nun als rollender Botschafter zwischen Kiel und Hamburg im Einsatz ist.“
Die neuen Busse vom Hersteller MAN verfügen über je 54 Sitzplätze und bieten Raum für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. Die Ausstattung mit Videoüberwachung und Abbiegeassistent steigert die Sicherheit auch für das Fahrpersonal. Für den Komfort der Fahrgäste sorgen Klimaanlage sowie kostenfreies W-LAN. An jedem Sitz findet sich ein USB-Anschluss, um Mobilgeräte zu laden.
Der KIELIUS ist ein Shuttle Bus, der an 365 Tagen im Jahr von Kiel über Neumünster zum Hamburg Airport fährt. Ab März bis zu 19 Mal am Tag, im Winter im Zwei-Stundentakt.
Ausführliche Informationen zum Angebot KIELIUS finden Sie unter: www.kielius.de
Ministerpräsident Daniel Günther eröffnet Wasserstofftankstelle von HY.Kiel
Ministerpräsident Daniel Günther hat am Donnerstag die erste öffentliche Wasserstofftankstelle in der Landeshauptstadt eröffnet. Nach fünf Jahren Planungs- und Konstruktionszeit feierten Projektbeteiligte von HY.Kiel und Gäste aus Politik und Wirtschaft die Inbetriebnahme des regionalen, nachhaltigen Wasserstoffökosystems – und damit einen Meilenstein für den sauberen Verkehr in der Kiel-Region. Auch Autokraft-Niederlassungsleiterin Dana Schulz war vor Ort. Einer unserer Wasserstoffbusse wurde im Beisein des Ministerpräsidenten betankt.
„Mit der heute eröffneten Tankstelle machen wir einen weiteren wichtigen Schritt für die Energiewende: Grüner Wasserstoff wird hier in Kiel direkt vor Ort produziert und genutzt. Das ist ein Gewinn für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zur Eröffnung.
Nachdem Förderanträge, Genehmigungs- und Projektierungsarbeiten im Sommer 2024 durch den Projektierungs- und EPC-Dienstleister GP JOULE HYDROGEN abgeschlossen waren, ging es ganz schnell: Die Bauarbeiten an Wasserstoffproduktionsanlage und Tankstelle wurden innerhalb kürzester Zeit fertiggestellt. Die ersten Betankungen an den 350-bar- und 700-bar-Zapfsäulen haben bereits stattgefunden. Ab sofort geht die Wasserstofftankstelle in den Testbetrieb und stellt regional produzierten grünen Wasserstoff für Busse, Lkws und Pkws bereit.
„Dass die gesamte Anlage in nur einem Jahr Bauzeit realisiert werden konnte, ist eine großartige Leistung aller Beteiligten“, sagte Daniel Günther in seiner Rede: „Mit diesem Projekt zeigen wir einmal mehr in Schleswig-Holstein, dass nachhaltige Technologien nicht Vision bleiben, sondern Realität werden.“
Feierliche Eröffnung am Radewisch
Der Ministerpräsident durchschnitt gemeinsam mit den Geschäftsführern von HY.Kiel Axel Niesing, Dr. Thorben Hänel-Muhs und André Steinau sowie Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Sabine Mues, Kreispräsidentin des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Bernd Muntowski, Präsident des Unternehmensverbands Logistik Schleswig-Holstein, Christina Cordes, Geschäftsführerin GP JOULE HYDROGEN, und Ove Petersen, CEO GP JOULE Gruppe, das Band zur feierlichen Eröffnung der Tankstelle.
Im Anschluss wurde den Gästen bei einer Führung über das Gelände der Tankvorgang an einem Brennstoffzellenbus und weiteren Fahrzeugen gezeigt und über das Produktionsgelände geführt.
Dr. Claudia Elif Stutz, Staatsekretärin im Bundesministerium für Verkehr, erklärte anlässlich der Eröffnung: „HY.Kiel zeigt, wie Zukunftstechnologie ganz konkret wird: Grüner Wasserstoff, direkt vor Ort produziert, macht emissionsfreie Mobilität in Kiel erlebbar. Mit unserer Bundesförderung unterstützen wir Projekte, die nicht nur Klimaschutz voranbringen, sondern auch Regionen stärken und neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft eröffnen.“
Fotos von der Eröffnung der Wasserstofftankstelle Kiel
Erstmals E-Busse im Kreis Stormarn unterwegs
Erstmals Wasserstoffbusse und E-Gelenkbusse im Einsatz
(Kiel, 11. Juni 2025) Die Deutsche Bahn (DB) treibt auch auf der Straße die Elektromobilität voran. Mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde stellte die DB Regio Nord Bus-Tochter Autokraft heute fünf Elektro-Gelenkbusse vor, die bereits im Einsatz sind. Zudem zeigte sie zwei neue Wasserstoffbusse, die in Kürze fahren und zukünftig an einer von GP Joule betriebenen Wasserstofftankstelle in Kiel betankt werden. Rund 10 Prozent der Flotte von DB Regio Bus Nord ist damit emissionsfrei unterwegs; der Umstieg von Diesel auf alternative Antriebe reduziert langfristig Kosten und schont das Klima.
Der Ausbau der ressourcenschonenden Busflotte wurde durch zwei Förderpakete des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) mit insgesamt rund 16 Millionen Euro unterstützt. Dank dieser BMV-Förderung konnte Autokraft nicht nur insgesamt 40 Elektro- und zwei Brennstoffzellenbusse anschaffen, sondern auch die Ladeinfrastruktur und die Werkstätten ausbauen. Alle Elektrobus-Projekte sind in enger Abstimmung mit den ÖPNV-Aufgabenträgern der Kreise und Kommunen umgesetzt worden.
Daniel Marx, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Bus Nord und Geschäftsführer Autokraft GmbH: „Mittlerweile fährt rund zehn Prozent der Flotte von DB Regio Bus Nord emissionsfrei. Wir gestalten die Zukunft der Mobilität aktiv und nehmen unsere Verantwortung für den Klimaschutz ernst. Mithilfe der BMV-Förderung und in Zusammenarbeit mit den Kreisen in Schleswig-Holstein haben wir einen großen Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen ÖPNV gemacht.“
Kai Schlimbach, Fachbereichsleiter für Regionalentwicklung, Bauen und Umwelt im Kreis Rendsburg-Eckernförde: „Die Umstellung auf klimaneutrale Antriebe wirkt sich direkt auf die Lebensqualität der Menschen vor Ort aus: Wir verbessern die Luftqualität und senken die Lärmbelastung. Diesel einzusparen, schont Ressourcen und wird langfristig Kosten reduzieren, die wiederum in die Qualität des ÖPNV investiert werden können. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde engagiert sich stark für einen modernen, klimafreundlichen und an den Bedürfnissen der Menschen orientierten ÖPNV. Darauf können wir stolz sein!“
Johannes Wieczorek, Abteilungsleiter beim BMV: „Mit unserer Förderung sorgen wir für mehr klimafreundliche Busse im ÖPNV und damit für bessere Luft und weniger CO2-Emissionen vor Ort. Die Autokraft GmbH steht stellvertretend für die Unternehmen der Deutschen Bahn, die engagiert den Busbetrieb elektrifizieren und damit eine Vorbildfunktion einnehmen. Ich freue mich, dass wir im Rahmen der Förderrichtlinie mit 59 Mio. Euro die Beschaffung von knapp 200 Bussen unterstützen konnten.“
Vorgestellt: Die neuen Busse
Die neuen Busse bieten Raum für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. Die Haltewunschtasten sind beleuchtet und mit Blindenschrift versehen. Die Ausstattung mit Videoüberwachung und Abbiegeassistent steigert die Sicherheit auch für das Fahrpersonal. Für den Komfort der Fahrgäste sorgen Klimaanlage sowie kostenfreies W-LAN. An jedem Sitz findet sich ein USB-Anschluss, um Mobilgeräte zu laden.
Die Brennstoffzellenbusse stammen vom portugiesischen Hersteller Caetano. Sie haben eine Reichweite von bis zu 590 Kilometern. Die auf dem Dach verbauten Wasserstofftanks verfügen über eine Kapazität von 37,5 Kilogramm Wasserstoff. Die Brennstoffzelle des Herstellers Toyota lädt permanent eine Batterie, die den Bus antreibt.
Die Elektro-Gelenkbusse verfügen über eine Reichweite von etwa 550 Kilometern. Sie stammen vom niederländischen Hersteller Ebusco und sind die ersten ihrer Art in der Flotte von Autokraft.
Die 40 Elektrobusse und zwei Brennstoffzellenbusse wurden mit Fördermitteln des BMV aus der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ seit 2022 angeschafft. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau- und Resilienzfaszilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Ausführliche Informationen zum klimaneutralen ÖPNV im Norden gibt es unter www.dbregiobus-nord.de/aktuell/mobilitaetswende
Eingeschränktes Busangebot im Stadtverkehr Bad Segeberg an Wochenenden
Der Stadtverkehr Bad Segeberg fährt auf den Linien 7751, 7752 und 7753 von Montag bis Freitag wieder nach den ursprünglichen Fahrplänen. Samstags fahren die Linien 7751 und 7752 weiterhin nur bis 16.30 Uhr, die Linie 7753 fährt am Wochenende nicht.
Autokraft sponsort Holstein Kiel
Neuer Autokraft-Standort betankt 30 Busse mit umweltfreundlichem HVO
Wichtiger Schritt für klimaneutralen Nahverkehr in Schleswig-Holstein • Kreis Rendsburg-Eckernförde finanziert Mehrkosten für Einsatz des Biokraftstoffs HVO • Rund 90 Prozent weniger CO2-Ausstoß als herkömmlicher Diesel • Einsatz weiterer Elektro- und Wasserstoffbusse geplant
Mit der Inbetriebnahme des neuen Standorts von Autokraft in Eckernförde werden künftig 30 Dieselbusse mit dem umweltfreundlichen Biokraftstoff HVO betankt. Gemeinsam mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde baut die Deutsche Bahn (DB) damit den klimaneutralen Nahverkehr in Schleswig-Holstein weiter aus. Mit HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) im Tank fallen rund 90 Prozent weniger CO2 an als im Vergleich zu herkömmlichem Diesel. Als Energiewendetreiber für die Mobilität der Zukunft liefert die Bahnkonzerntochter DB Energie den Kraftstoff, der aus biologischen Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird.
Daniel Marx, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Bus Nord und Geschäftsführer der Autokraft GmbH sowie Dana Schulz, Prokuristin und Leiterin der Niederlassung Kiel, stellten Mitgliedern des Regionalentwicklungsausschusses sowie Madlin Loof und Malte Nevermann, beim Kreis Rendsburg-Eckernförde zuständig für Mobilität, die neuen Gebäude, die Ladeinfrastruktur der Elektrobusse und -autos aus dem Modellprojekt SMILE24 sowie die neue HVO-Zapfsäule vor.
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„Gemeinsam mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde arbeiten wir an der Transformation des ÖPNV hin zu einem klimaneutralen und an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientierten Angebot. Für die Autokraft GmbH gehört dazu auch, als attraktive Arbeitgeberin gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden zu bieten und diese im Unternehmen zu halten. Der neue Standort mit seinen optimierten Betriebsabläufen leistet dazu einen guten Beitrag.“
„Nach langer Bauzeit ist unser Team vor Ort froh, aus den Bürocontainern auszuziehen und die Arbeit in den neuen Räumen aufzunehmen. Moderne, zweckmäßige Sozial- und Pausenräume für unser Fahrpersonal, eine sparsam arbeitende Waschhalle und ausreichend Stellfläche für unsere Fahrzeuge, die sowohl im regulären Linienverkehr des Kreises Rendsburg-Eckernförde als auch im Modellprojekt SMILE24 unterwegs sind, schaffen ein attraktives Arbeitsumfeld für alle.“
Klimafreundlichkeit spielt beim Neubau eine wichtige Rolle: Im Schulterschluss mit der Stadt Eckernförde wird noch das Dach bepflanzt und der Einsatz einer Photovoltaik-Anlage umgesetzt. Anstelle des fossilen Diesels wird nun HVO an der Zapfsäule des Betriebshofs in die 30 Busse mit herkömmlichen Verbrennermotoren getankt. Eine Umrüstung ist nicht erforderlich für den Betrieb mit HVO, auch auf Verbrauch, Betankungszeit und Fahrverhalten hat die Umstellung keine Auswirkungen. HVO ist frei von Palmöl und es besteht keine Konkurrenz zur Nahrungsmittel- und Futtermittelproduktion. Da die Herstellung etwas teurer ist, ist HVO je Liter um 15 bis 20 Cent teurer. Diese Mehrkosten trägt der Landkreis Rendsburg-Eckernförde.
„Wir als Aufgabenträger haben großes Interesse daran, dass Busse auf klimaneutrale Antriebe umgestellt werden. Deshalb ist im Kreis Rendsburg-Eckernförde im Laufe dieses Jahres die Inbetriebnahme von weiteren zehn Elektrobussen und zwei Wasserstoffbussen geplant. Der Transformationsprozess hin zu vollständig emissionsfreien Antrieben wird jedoch noch etwas dauern. Daher nutzen wir HVO als Brückentechnologie, um die Lebenszyklen der vorhandenen Fahrzeuge effizient und umweltfreundlich zu nutzen und den CO2-Ausstoß im Kreis insgesamt zu senken.“
Der neue Standort liegt in einem Industriegebiet, befindet sich zentral im Kreis Rendsburg-Eckernförde und ist damit insgesamt verkehrsgünstig gelegen für den ÖPNV-Betrieb – sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten. Die Autokraft GmbH konnte drei zusammenhängende Grundstücke erwerben und verfügt nun über ausreichend Platz: Die Busse fahren in die Waschhalle zur Außen- und Innenreinigung, können dort überdacht betankt werden und durch einfaches Umfahren des Gebäudes den Betriebshof wieder auf die Linie verlassen.
Über DB Regio Bus
Die Deutsche Bahn treibt den Umbau zum klimaneutralen Unternehmen voran. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, 2038 den letzten Dieselbus auszumustern. DB Regio Bus realisiert und plant derzeit deutschlandweit an mehr als 35 Standorten mehr als 40 Verkehre und Projekte mit klimafreundlichen Antrieben. Neben dem Betrieb von Wasserstoff- und Batteriebussen ist Biokraftstoff ein zentraler Baustein des Dieselausstiegs bei DB Regio Bus. HVO dient als Zwischenlösung, bis vollständig klimaneutrale Antriebe und deren Infrastruktur flächendeckend zur Verfügung stehen. Grundsätzlich ist die DB gegenüber alternativen Antrieben technologieoffen. Mit rund 547 Millionen Fahrgästen im Jahr 2023 ist das Unternehmen der größte Anbieter im deutschen Busverkehr.
Über den Kreis Rendsburg-Eckernförde
Der Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt in der Mitte des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Mit einer Fläche von 2.189 km² ist er der flächengrößte Kreis in Schleswig-Holstein. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde ist gemäß ÖPNVG-SH als Aufgabenträger für den Buslinienverkehr im Kreisgebiet dafür zuständig, eine ausreichende Bedienung der Bevölkerung mit öffentlichen Verkehrsleistungen sicherzustellen. Dabei kommt dem ÖPNV vor dem Hintergrund des Klimawandels, demografischen Wandels und der steigenden Kosten des Individualverkehrs eine wichtige Rolle zu. Die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Bedienung der Bevölkerung mit ÖPNV-Leistungen in allen Teilen des Kreises, die Anpassung an veränderte Mobilitätsbedürfnisse sowie der Einsatz klimafreundlicher Antriebe stellen wichtige Ziele für den Kreis dar.
Vier E-Busse für Sankt Peter-Ording
Kreis Segeberg setzt auf E-Busse
Drei Elektrobusse gehen in Eutin in den Linienbetrieb
Der Kreis Ostholstein und die Stadt Eutin treiben die Elektromobilität voran - mit dem Einsatz von drei Elektrobussen im Stadtverkehr Eutin startet die Transformation in eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Busflotte.
Die Vorbereitungen für den Einsatz sind abgeschlossen. Ab sofort werden die drei Autokraft Busse mit einer Reichweite von ca. 250 km im Eutiner Stadtgebiet unterwegs sein. Dies reicht für den normalen Tagesbetrieb. Nachts werden die Elektrobusse dann auf dem Eutiner Betriebsgelände an den firmeneigenen Ladesäulen aufgeladen.
Natürlich entsprechen die Busse den neuesten Anforderungen. So handelt es sich um barrierefreie, niederflurige Fahrzeuge mit 33 Sitzplätzen, die noch weitere Vorteile und Annehmlichkeiten auf neuestem technischen Stand haben, wie z.B. USB-Anschlüsse an allen Sitzplätzen, ausgewiesene Plätze für mobilitätseingeschränkte Menschen, offene Sondernutzungsflächen für Rollstuhl, Kinderwagen, E-Scooter und Fahrrad, beleuchtete Haltewunschtaster mit Blindenschrift, Vollklimatisierung, Videoüberwachung, kostenloses WLAN sowie Abbiegeassistent.